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Und jetzt formulieren Sie das mal positiv – 1

Dieser Aufforderung, oder positiv formuliert: dieser Einladung waren diverse Selbstbeschimpfungen vorausgegangen. Sätze wie: ich bin zu blöd dafür, ich darf das nicht, ich schaff das nicht,… Sie kennen das vielleicht. Allerdings:

Etwas auf Kommando positiv zu formulieren, das klappt nur um meinen Gesprächspartnern oder mir einen Gefallen zu tun: um Ruhe zu haben. Innerlich nicht. Da werden eher die Rollos heruntergelassen. An sich ist die Idee gut; nur wie umsetzen, wenn Worte einen nicht (mehr) erreichen?

Einen Ansatz möchte ich so beschreiben:

Es gibt immer wiederkehrende negative Gedankenschleifen. Wird mir bewusst, dass ich in einer solchen Stecke, greife ich zu Stift und Papier. Ich kann nicht zeichnen bzw. malen, nur spielt das hier keine Rolle. Wichtig, einen Stift halten und führen zu können. Mehr nicht.

Diesen Gedanken, diese aufkeimenden Gefühle bringe ich aufs Papier…gekritzelt und wenn mehr geht, auch feiner. Wenn ich merke, das ist ok für den Moment, mache ich eine Pause. Nehme dann das Papier wieder zu Hand und wähle bewusst andere (konträre) Farben und male, zeichne in dieses Bild….kleine Motive, kleine Farbfelder…Stück für Stück verändere ich dieses Bild…bis es mir gefällt. Wenn nötig lege ich immer wieder Pausen ein.

Warum ich diese Idee mag? Es dauert deutlich länger, mich mit meinen (negativen) Gedanken zu beschäftigen. Das Kritzeln versetzt mich (nach einer Weile) in eine Art meditative Ruhe…unterbewusst sortiert sich der Wust in meinem Kopf. So schaffe ich es eher etwas positiv zu formulieren.

Was mir beim Notieren auffällt: der Effekt lässt sich nur unzureichend mit Worten beschreiben. Den muss man erleben.

Was ich für diese Idee brauche: Papier, diverse Stifte oder auch Kreide, Wasserfarbe etc.

Haben Sie Lust, meiner Idee zu folgen und mir von Ihren Erfahrungen zu berichten? Vielleicht sogar Ihre Werke zeigen?

Oliver Simon

Meine Idee

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