Religion vs Glaube

Über seinen Glauben zu sprechen, und sei es nur mit sich selbst, kann eine inspirierende, zu persönlichem Wachstum führende Angelegenheit sein. Es kann aber auch zu Ausgrenzungen und Abwertungen der eigenen Person führen. Zudem hat man oft im Gespräch mit Experten das Gefühl, sich zu blamieren. All dies habe ich erlebt und erlebe es noch. Um diese Eindrücke zu verarbeiten, habe ich eine Weile lang Seelsorge in Anspruch genommen. Meine Reflexionen und Erfahrungen dabei sind der Anstoß für diesen Blog.

Nun ist es so, dass es bereits viele Webseiten, Printpublikationen zu den großen Themen Glaube und Zweifel gibt. Allerdings habe ich dort oft genug nur gebetsmühlenartig wiederholte Statements gelesen; die mir allerdings nicht verständlich erklärt werden. Und ich möchte nicht irgendwas nachplappern, sondern verstehen, verinnerlichen und gegebenenfalls leben. Also mache ich mich selbst auf die Suche nach Antworten.

Hinzu kommt, dass ich weder Theologie studiert habe, noch einen Beruf im geistlichen, sozialen Bereich ausübe. Dennoch möchte ich ernst genommen werden. Daher habe ich mir folgende Vorgehensweise überlegt:

Es gibt jeweils einen Ausgangspunkt: ein Zitat, eine These, eine Erfahrung
Ich reflektiere dies mit dem was in mir ist, stelle Fragen: mir selbst und dann meinen Mitmenschen, ob gläubig oder nicht.
Beides möchte ich dann miteinander abgleichen um zu lernen; vielleicht ist für Sie auch die ein oder andere Anstiftung zum Denken dabei.

Eine Kernaussage in der Seelsorge habe ich inzwischen verinnerlicht: Religion und Glaube sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Sie können etwas miteinander zu tun haben, müssen aber nicht. Was ich noch nicht verinnerlicht habe ist, was das nun genau bedeutet. Um dies und andere Fragen beantworten zu können, mache ich mich hier auf die Reise.

Sie sind herzlich eingeladen sich mit Kommentaren, Fragen und Anregungen zu beteiligen.

Schreibe einen Kommentar